me, myself and I

Spaß im Detail – Leistungsdiagnostik

Nach Gefühl oder Technik? Nach Tempo oder Puls? Laufsensor oder GPS? Polar oder Garmin? Es gibt viel Fragen, die jeder für sich beantworten muss. Und jeder hat seinen eigenen Weg. Ich für meinen Teil bin ein echter Freund der Technik und möchte diese auch möglichst bis auf kleinste Detail kennen, auch wenn ich bestimmte Funktionen sicher nicht brauchen werde, müssen sie getestet werden. Doch ich will nicht nur die Technik kennen sondern auch meinen Körper, daher hab ich entschlossen eine Leistungsdiagnostik  zu machen. Es ist für einen Freizeitsportler sicher nicht notwendig aber muss es das immer sein? Es steht ja auch in jedem Laufbuch, dass man erstmal zum Arzt gehen und sich ordentlich untersuchen lassen soll. Ich bekam die Leistungsdiagnostik zu Weihnachten, da meine Mutter wegen meinem Asthma und früherer Auffälligkeiten bei den Herztönen eh ein wenig besorgt war.

Ich habe mich ein wenig umgehört und mir wurde mehrmals das RFZ in Regensburg empfohlen. Ich habe mich für die Leistungsdiagnostik mit Laktat und Spiroergometrie (Leistungsdiagnostik auf dem Fahrrad oder Laufband mit EKG, Laktat, Spiroergometrie und Beratung) am Laufband entschieden.

Gestartet wurde mit allgemeinen Fragen zu Vorerkrankungen, Allergien, bisherigen Training und Zielen für dieses Jahr. Nachdem ich mein Ziel (HM unter 1:50h) beim Kallmünzer Frühlingslauf am 21.04.2012 genannt hatte, fragte er mich nach bisherigen Wettkämpfen, die ich verneinte, worauf er sagte, dass es ein ambitioniertes Ziel sei aber nicht unmöglich und wir nach der Diagnostik mehr wissen. Im Nebenraum wurde ich dann gewogen und verkabelt.

Auf dem Laufband war erstmal 10 Minuten warmlaufen angesagt. Dann bekam ich die Mortal Kombat Maske auf und musste erstmal ganz laaaaang einatmen und kräftig und schnell wieder ausatmen zur Fluß-Volumenmessung. Jetzt gings endlich los. 3 Minuten bei 10 km/h laufen, 30 Sekunden Pause mit Blutabnahme, 3 Minuten bei 12 km/h, 30 Sekunden Pause mit Blutabnahme, 3 Minuten bei 14 km/h, 30 Sekunden Pause mit Blutabnahme und noch 3 Minuten bei 16 km/h. Hier meinte er allerdings, dass ich  jederzeit aufhören kann und wenn es nur 30 Sekunden werden. Meine Atmung wurde im 30 Sekundenrythmus immer schneller und kürzer. Nach 2:10 Minuten hab ich dann das Signal gegeben anzuhalten. Es war schneller als erwartet wieder vorbei. Zum Schluss wurde nochmal Blut abgenommen und ich blieb noch ca. 8 Minuten an den Geräten angeschlossen um den Puls weiterhin zu beobachten. Der innerhalb von 3 Minuten wieder auf 110 war.

 finish him

Nach der Dusche gings zur Auswertung. Hier bekam ich erstmal einen Stapel mit Zettel, die eine Hälfte mit einem Zahlenwirrwarr, die andere Hälfte mit einer Begriffserklärung, Tips zum Training und zur Ernährung. Der  Arzt hat sich sehr viel Zeit genommen und mir alles erklärt. Als erstes meinte er, dass ich gesund bin und es keine Auffälligkeiten gab, meine Ernährung wohl sehr gut sei und mein VO2max bei 63 liegt. Somit habe ich anscheinend noch ein gutes Stück Potential im Gegensatz zu meinem aktuellen Trainingsstatus. Was bedeutet, dass ich noch mehr aus meinem Training rausholen kann. Er meinte mein Ziel beim Halbmarathon sei durchaus realistisch wenn ich weiterhin gut Trainiere. Er gab nützliche Tipps zum Training und Vorgaben in welchen Puls- und Geschwindigkeitsbereichen ich meine Einheiten laufen solle. Was in allen Bereichen ein wenig schneller war, als ich bisher trainiert hab.

Zuhause angekommen, habe ich mir meine Laufbücher geschnappt und nochmal alles nachgelesen, was jetzt nicht mehr nur reine Theorie war und anschließend meine Polar RCX5 auf die richtigen Bereiche eingestellt.

Wie ganz zu Anfang schon erwähnt ist die Leistungsdiagnostik für einen Freizeitsportler sicher nicht notwendig, jedoch hat es mir einen tieferen Einblick in das ganze Thema gegeben und würde sie jederzeit wieder machen.

   


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2 Comments

  1. Das wir beide ja eher die GeekRunner sind, ist glaube ich langsam der Blogosphäre klar. Deswegen stimme ich dir zu: Ob es Sinn macht eine solche Diagnostik zu machen ist Geschmackssache. Ich für meinen Teil tendiere dazu ebenfalls einen Test bzw eine Auswertung machen zu lassen. Mich schreckt der teilweise recht hohe Preis etwas ab. Würde ich das geschenkt bekommen, ich hätte Pippi in den Augen ;) (Kann mal einer meiner Freundin oder Mama nen Tipp geben).
    Was mich immer stört, ist die Tatsache, dass ja jeder unterschiedlich ist. Ein Buch vermittelt einem sicher gut die Grundlagen, trotzdem frage ich mich oft, ob ich im richtigen Bereich, sprich mit der richtigen Beladung trainiere. Ich erhoffe mir das mal bei einer solchen Analyse vor Augen führen zu können.

  2. Hallo,
    schönen Blog hast du! :-) Danke für deinen informativen Bereicht…ich überlege auch schon länger, ob eine Leistungsdiagnostik für mich sinnvoll ist. Ich trainiere auch mit Pulsgurt bin mir aber nicht wirklich sicher, ob ich wirklich das richtige Tempo laufe, da mein ich meinen Max.puls nie richtig ausgetestet habe.
    Liebe Grüße!

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